Der Europäische Fernwanderweg E1



Warum den E1?



Wie ich bereits in meinem ersten Blogpost geschriben habe, ( Warum ein Blog) war es schon im jugendlichen Alter mein Ziel eines Tages mit einem VW Bus ans Nordkap zu fahren. Dazu kam es wohl dank einem SCB Spieler. Ich war damals wohl der grösste Fan von Patrik Juhlin. Juhlin kommt aus Schweden. Meinen ersten Urlaub ohne meine Eltern verbrachte ich dann auch in Schweden. Ich und meine Kollegin fuhren mit dem InterRail Ticket quer durch Schweden. Seit diesem Urlaub bin ich hin und weg von diesem Land.

Die Legende


Einer Legende nach, sind die Ahnen der Eidgenossen , von Schweden aus in die Schweiz eingewandert. Kennt ihr das Video Die DNA- Reise? Dieses Video habe ich euch auf meiner FB Seite noch verlinkt. Wieviel Schweden DNA in mir steckt weiss ich nicht. Ich weiss nur das mein Herz sehr für Schweden schlägt. Vielleicht kommt es wirklich daher das ich schwedisches Blut in mir tragen.


Es war ein Herbstabend als ich mich mit Sarah zu einem Kinobesuch verabredet war. Vor dem Film assen wir noch etwas zusammen. Ich erzählte Sarah von meinem Traum eine Fernwanderung zu unternehmen. Ich wollte diese aber nicht in Amerika machen. Sarah meinte dann, dass es so etwas sicher auch in Europa gäbe. Schnell war die bekannte Suchmaschine gefragt und ich stiess dabei gleich auf die Europäischen Fernwanderwege. Aktuell gibt es 12 Fernwanderwege.

Geschichte zu den Europäischen Fernwanderwegen



Die Europäischen Fernwanderwege sind von der Europäischen Wandervereinigung initiiert worden. Ein Ziel bei deren Gründung im Jahr 1969 war, ein völkerverbindendes Netz von Weitwanderwege durch Europa zu schaffen. Die Gesamtlänge aller Europäischen Fernwanderwege beträgt ungefähr 60 000 km. Davon ist ein Teil nicht oder nur sehr unzureichend markiert oder bis heute real nicht vorhanden.


Das Ziel der Fernwanderwege bestand auch darin die europäischen Völker einander anzunähern.



Viele Gedanken



Mir stach natürlich gleich der E1 ins Auge. Dieser führt schliesslich durch Schweden. Zudem startet er am Nordkap, wo ich ja sowieso hinwollte. Nach dem Kinobesuch ratterte es in meinem Kopf nur noch. Konnte ich dieses Projekt wirklich machen; bin ich körperlich und geistig in der Lage dazu? Was bedeutet es ein solches Unternehmen zu realisieren? Unendlich viele Gedanken, die durch mein Kopf schwirrten. Klar war, dass ich Shila nicht mitnehmen könnte. Sie ist zu alt um diese Tour zu machen.


Schnell war dann der Gedanke da, dass ich mich einfach langsam auf diese Wanderung vorbereite in dem ich hier in der Schweiz viel wanderen und auch mehrtägige Touren unternehmen werde. So habe ich die Möglichkeit mein Erfahrungsschatz zu erweitern sowie eine Ausrüstung zu komplementieren und zu optimieren.



Irgendwann…



…kamen die Gedanken aber immer öfters mir eine Auszeit zu nehmen und mich auf den Weg zu begeben. Mein Drang mich auf den E1 aufzumachen wuchs und wuchs. Bei einem Gespräch mit meiner Mama kam dann von ihr das Angebot, dass sie mir mit Shila helfen werde, so dass es möglich ist den E1 zu machen. Ich setzte für mich dann das Jahr 2019 in den Kopf. Bis dahin sollte ich die finanziellen Mittel zusammen haben um meinen Traum zu realisieren. Aber bekanntlich kommt es immer anders als man denkt. Die Gründe hierfür möchte ich lieber Privat halten. Ich begann mich also auf die Suche nach Sponsoren zu machen. Eine Arbeit, die zeitintensiv und auch ermüdend ist. Auch hier war Sarah mal wieder die, mit der zündenden Idee. Die Idee mit dem Crowdfunding.

Das Crowdfunding



Die Idee war für mich im ersten Moment etwas, sagen wir,  unangenehm. Ich selber gebe lieber,  statt zu nehmen. Nun sollte ich in aller Welt um Geld bitten für ein eigenes Projekt? Trotzdem,  die Option, dass ich im 2018 starten könnte, haben meine Bedenken geschmälert. Zudem ist ja niemand gezwungen mein Projekt zu finanzieren. Es gibt vielleicht einige, die gerne einen kleineren Beitrag dazu geben möchte. Zudem können grössere Unternehmen/ Firmen mich auf diesem Weg sponsern. Die Chancen auf mein Projekt aufmerksam zu machen, sind in meinen Augen auf diesem Weg idealsten.


Die Idee war also geboren. Nun hiess es zuerst einmal eine geeignete Plattform zu suchen. Schon dies dauerte mehrere Tage. Nach einigen Recherchen stand aber fest, dass ich die Plattform wähle, welche mir auch zuerst ins Auge gestochen ist.


Parallel zu dem Crowdfunding versuche ich weiterhin Sponsoren zu finden. Ich suche nach der Möglichkeit Gratis in Hütten übernachten zu können. Zudem ist ein grosser Teil für meine Ausrüstung eingeplant. Aus diesem Grund bin ich auch sehr dankbar für Produktsponsoring.



Ich freue mich über jede Unterstützung, die ich bereits erhalten habe und noch bekommen werde.


Das Crowdfunding ist in Etappen aufgeteilt:

         Etappe erfüllt. Ich starte auf den E1, aber etwas später als im Mai 18, da ich selber noch mehr sparen muss.

         Etappe erfüllt. Ich starte wie geplant im Mai 18 auf den E1. Ich verzichte auf eine neue Kamera um bessere Fotos machen zu können und hoffe auf Unterstützung unterwegs. Ich laufe soweit ich mit dem Geld komme.

         Etappe erfüllt. Perfekt 😊 ich starte mein Projekt und muss mir unterwegs keine Sorgen machen. Ich kann ab und zu in einer Hütte übernachten und mir auch eine Dusche gönnen.

Lasst mich gehen 😊 Nicht über 7 Brücken sondern 7 Länder und 7000km
Vielleicht schaffe ich es, mit meiner Wanderung, auch das Ziel der Europäischen Fernwanderwege, ein bisschen an euch heranzutragen. Das Ziel die Europäischen Völker untereinander anzunähern.
Update: Das Crowdfunding war leider nicht erfolgreich. Falls mich jemand Unterstützen möchte, freue ich mich natürlich darüber :)

Einige Fakten zum E1:


7000 Km

Vom Nordkap bis Salerno
Höchster Punkt St.Gotthard (CH) mit 2091
7 Länder ( Norwegen, Finnland, Schweden,Dänemark, Deutschland,Schweiz, Italien)



Quelle : Wikipedia

Kommentare

  1. Wow. Geiles Projekt. Ich würd gerne paar strecken mitmachen.

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  2. Meinen vollen Respekt für die Tour!
    7000 km ist ein Wahnsinnsritt. Mit Freunden und 14 Hunden bin ich vor einem Monat 2 Wochen das grüne Band entlang, das war schon erfüllend und hat uns sehr viel Freude gebracht. Wir haben bis auf eine Ausnahme nur positive Erfahrungen gemacht und merkten, dass Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit in Deutschland noch übermaßen vorhanden ist.
    Ohne diese Hilfe hätten wir es nicht weit geschafft.

    Ich bin auf deine Etappen gespannt und werde dich verfolgen. Vielleicht sieht man sich ja noch. :)

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