Der grosse Tag steht an - Island 2017 Teil 2

Der grosse Tag steht an - von Skagafiardarvegur nach Reykjahlid


Der erste Wasserfall und ein Danke an den Tipp des netten Amerikaners


Um 7 Uhr geht mein Wecker. R. ist bereits vor dem Wecker wach und steht unter der Dusche. Ich packe meine Kamera und mache zuerst einige Fotos bei Sonnenaufgang. Auf einer abgelegenen Farm zu übernachten hat schon etwas. Philipp gibt uns noch den Tipp , unterwegs den Wasserfall Godafoos anzusehen. Wir packen unsere Sachen und los geht es in Richtung von Husavik. Wir machen einen Abstecher zum Godafoss der zum Glück auf dem Weg liegt. Beim Wasserfall angekommen sind wir überwältigt. Wir senden ein grosses Dankeschön an Philipp für diesen wertvollen Tipp. Wir machen einen Rundgang um den Wasserfall um von beiden Seiten Fotos zu machen. Der Godafoss ist einer der bekanntesten Wasserfälle in Island. Trotzdem hätten wir ihn leider fast verpasst. Das Wasser des Skalfandafljot stürzt hier über einer Breite von 30 Meter etwa 12 Meter in die Tiefe. Bei blauem Himmel und Sonnenschein geniessen wir das faszinierende Schauspiel das uns hier geboten wird. Übersetzt heisst der Godafoss «Götterwasserfall» Der Sage nach soll der Gode die letzten heidnischen Götterbilder in den Godafoss geworfen haben.













Husavik eine malerische Hafenstadt?


Weiter geht’s nach Husavik. Nach einer halben Stunde Fahrt haben wir unser Ziel erreicht. Wir holen zuerst unsere Tickets für die geplante Waltour ab, bevor wir noch etwas Geld wechseln und uns die Hafenstadt ansehen. Husavik ist gemäss unserem Reiseführer eine malerische und sehr schöne Hafenstadt. Wir finden entweder die Sehenswürdigkeiten nicht oder sind einfach nicht der gleichen Meinung wie unser Reiseführer. Wirklich viel sehen wir jedenfalls nicht. Bevor es aufs Schiff geht kaufen wir nochmals für das Nachtessen und eine Zwischenmahlzeit ein. Wir beschliessen, dass wir aber an diesem Tag nochmals auswärts essen. Auf der Einkaufsliste steht wieder das Skyr, da wir beide das sehr lecker finden. Beim Auto ziehen wir uns um. Mit 3 Schichten am Körper und darüber die Regenkleider werden wir hoffentlich nicht zu fest frieren auf dem Boot. Inzwischen geht nämlich ein ziemlich frischer Wind.

Eine erfrischende Bootstour


Um 14:00 Uhr geht es endlich los. Wir stehen vor unserem Schiff und ich bin gespannt, ob ein weiterer Traum von mir in Erfüllung geht. Werden wir auf Oracas treffen? Wir bekommen zum Glück noch einen dicken Overall zum Anziehen. Wir müssen über unsere Aufmachung doch schmunzeln und machen einige Fotos. Jetzt wissen wir wie sich ein Michelin Männchen fühlt. Bei mässigem Wind startet unser Ausflug aufs Meer. Wir treffen noch einen weiteren Schweizer und plaudern etwas mit ihm. Wir erkundigen uns bei ihm auch noch nach den Sehenswürdigkeiten unterwegs. Auch dieser Reisende macht die Ringstrasse in die andere Richtung als wir.




Nach ca. 1.5 h Bootsfahrt haben wir leider noch nichts gesehen. Weiterhin gespannt stehen wir an der Reling und beobachten gespannt das Meer. Die Aussicht ist aber sehr malerisch. Die schneebedeckten Berge und das blaue Meer; eine Farbenkombination die man selten so sieht. Zudem haben wir einen blauen Himmel mit einigen Wolken. Plötzlich meldet sich unser Schiffsführer, dass auf 12 Uhr etwas zu sehen ist. Natürlich springen sofort alle an das Bug des Schiffes. Ich habe gelesen, dass man sich an den Möwen orientieren kann. Da Wale Essen an die Oberfläche bringen, sind die Möwen oft dort wo auch Wale sind. Angestrengt suchen wir das Meer ab, doch leider ohne Ergebnis. Unser Schiff dreht einige Runde um die Stelle, an der normalerweise eine gute Möglichkeit besteht Wale zu sehen. Heute scheinen sich diese aber nicht zeigen zu wollen. Nach einer weiteren Stunde fahren wir langsam zurück nach Husavik. Ich habe meine Erwartungen zum Glück tief gehalten, so dass meine Enttäuschung nicht zu gross ist. Es sollte noch nicht sein. Auf der Rückfahrt bekommen wir noch eine heisse Schokolade und ein Zimtgebäck. Kurz nach dieser Stärkung wird mir vom Wellengang etwas übel. R. gab mir den Tipp auf den Horizont zu schauen. Schnell geht es mir wieder besser. Dank dem Overall haben wir zum Glück auch nicht kalt. Nur etwas an den Füssen und im Gesicht. Andere Passagiere sehen inzwischen aber recht durchgefroren aus. Da wir keine Wale gesehen haben, bekommen wir unser Ticket retour. Wir können jederzeit die Bootstour gratis wiederholen. Toller Service und so habe ich nochmals eine Chance. Eine gute Ausrede nochmals nach Island zu reisen.



Herzen in Akureyri


Nach unserer Bootstour geht’s wieder Richtung Akureyri. Die Fahrt führt uns an einer interessanten Bergformation vorbei. Die Berge sehen aus als wurde eine Pyramide herausgemeiselt. Leider habe ich davon kein Foto gemacht. In Akureyri fällt mir auf das die Rote Ampel eine Herzform hat. Natürlich muss ich davon gleich ein Foto machen. Ich beantrage in Bern auch solche Ampeln.

Bei meinem nächsten Besuch in Island werde ich ein längerer Aufenthalt in dieser Stadt planen. Es ist die 4. Grösste Stadt in Island und wirkt auf den ersten Blick doch sehr vielversprechend. Die Hafenstadt liegt am Ufer des weit ins Land hineinreichenden Fjords Eyjafjördur und des Flusses Glera.

Wir geniessen eine leckere Pizza bevor wir uns auf den Weg zu Oli machen. Unsere nächste Übernachtung ist in der Nähe des Myvaten Sees. Da wir spät unterwegs sind, schicken wir noch eine Nachricht an Oli. Auch hier werden wir wieder informiert, dass er nicht Zuhause ist, aber die Türe offen steht. Die Isländer sind anscheinend sehr vertrauenswürdig und kennen Einbrüche anscheinend nicht.

Im Restaurant suche ich noch den Wegbeschrieb heraus. Oli hat im Mail eine tolle Beschreibung gemacht. Inzwischen wissen wir auch, dass wir uns am einfachsten an den Strassennummern orientieren. Dank dem tollen Beschrieb finden wir unserer Unterkunft sehr schnell und ohne uns zu verfahren. Wir kommen bei einem kleinen Haus an. Wir sind überrascht weil es wirklich winzig wirkt. Das Haus von Oli ist aber sehr heimelig und toll eingerichtet. Wir fühlen uns sofort sehr wohl. Wir haben ein Boxspring Bett und die Unterkunft ist hell und sauber. Wir machen uns Bettfertig, schauen noch kurz vom Bett aus nach Nordlichtern, aber schlafen beide schnell und zufrieden ein. Obwohl wir keinen Wale gesehen haben, war es ein toller Tag.









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