Myvaten See - Island 2017 Teil 3


Regnerischer Tag am Myvatn See


Früh am Morgen sind wir wieder wach. Da wir unsere Lebensmittel im Kühlschrank bei Oli deponiert haben, müssen wir Ihn leider wecken. Er scheint es aber gelassen zu nehmen. Seine Kollegin ist erstaunt, dass die Schweizer Girls so früh munter sind. Oli spricht auch gleich einige Wörter Französisch als wir ihm sagen, dass wir Schweizer sind. In unserem Reiseführer sehen wir, dass es in der Gegend einiges zu sehen gibt. Olis Bekannte gibt uns zudem noch einige Tipps. Wir planen um den See zu laufen. Das Wetter ist leider nicht wirklich schön, so dass wir schlussendlich um den See fahren. Myvatn bedeutet übersetzt «Mückensee». Im Sommer soll es grosse Mückenschwärme am See geben. Der See weisst eine Fläche von 37km2 auf. Wir machen den ersten Halt bei den Pseudokrater von Skutustadir. Diese haben nicht selbst vulkanisches Material ausgestossen, sondern sind durch das explosive Zusammentreffen von Lava und Wasser entstanden. Wir machen einen Rundgang durch die Landschaft. Leider sieht man durch das schlechte Wetter nicht sehr weit. Trotzdem machen wir einige Fotos bevor es zu unserem nächsten Halt geht.








Bei Wind und Regen besteigen wir den Hverfjall


Nach kurzem Suchen finden wir die Abzweigung, die uns zur nächsten Sehenswürdigkeit dem Krater Hverfjall führt. Auf einer abenteuerlichen Strasse fahren wir in Richtung des Kraters, der zuletzt zwischen 1976 und 1984 aktiv war. Die Strecke ist schwer zu befahren und mit so vielen Schlaglöcher übersäht, dass es unmöglich ist diesen auszuweichen. Bei der erstbesten Möglichkeit stellen wir unser Auto ab und beschliessen den Rest des Weges zu Fuss in Angriff zu nehmen. Nach nur einem Kilometer kommen wir am Fuss des Kraters an. Wir machen uns an den Aufstieg begleitet von einem kühlen und kräftigen Wind. Als wir oben angekommen sind, blicken wir in einen Krater von ca. einem Kilometer Durchmesser. Der Krater ist schon sehr eindrücklich. Da der Wind uns aber heftig um die Ohren bläst, verzichten wir auf den Rundweg.  Wir machen uns deshalb auf den Weg zu unserem nächsten Punkt auf der heutigen Sehenswürdigkeiten Liste. Mit dem Auto geht es nämlich nun ins Naturbad.










Die Blaue Lagune von Myvatn


Nach der Besteigung des Hverfjall haben wir uns ein entspanntes Bad im Naturbad verdient. Schnell finden wir das Bad. Wir kommen auf die Idee bei doch eisigen Temperaturen im Bikini noch Fotos vom Bad zu machen. Das Bad sieht auch bezaubernd aus mit dem milchigen Blau. Wir geniessen das Warme Bad und wärmen uns auf. Mutig wie wir sind, nehmen wir auch noch eine Runde im kälteren Teil des Bades in Kauf. Schliesslich will auch dieser Teil getestet werden. Die Haut fühlt sich im Bad wirklich wie beschrieben sehr weich und zart an.
Das Bad ist nicht überlaufen und die Gäste und Touristen verteilen sich sehr gut. Es war die richtige Entscheidung dieses Bad zu besuchen.

Nach einigen Stunden im Bad machen wir uns noch auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit die für heute auf dem Plan steht.



Auf einem anderen Planeten


Erwartungsfreudig machen wir uns auf den Weg zu den zum Berg Namafjall. Unterhalb des Berges soll es Blubberdinger geben. So nennen wir die blubbernden Schlammlöcher. Am Parkplatz angekommen sind wir zuerst erstaunt da einige Touristen im Schnee etwas zu suchen scheinen. Die Touristen laufen durch den Schnee die Augen auf den Boden gerichtet und schieben mit den Schuhen den Schnee hin und her. Naja vielleicht steht auf der Tafel etwas.

Bei der Gegend handelt es sich um eines der bekanntesten Hochtemperaturgebietes in Island. In diesem Gebiet gibt es Solfataren. Dies sind Stellen an denen Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, elementarer Schwefel und andere Mineralien aus der Erde austreten. Zudem gibt es zahlreiche kochende Schlammtümpel. In dieser Gegend fühlt man sich wirklich wie auf einem anderen Planeten. Ich war selten in meinem Leben so unglaublich fasziniert. Die Fotos, die ich gemacht habe, bringen für mich die Faszination leider zu wenig rüber. Ich empfehle jedem Islandreisenden dieses Schauspiel zu bestaunen. Die Blubber- und Dampfdinger sind postvulkanische Aktivitäten. Der Schwefelgeruch muss man in Kauf nehmen aber es lohnt sich.
Auf dem Rückweg zu unserem Auto wird uns dann auch bewusst was die anderen Touristen gesucht haben. Sie haben auf dem Weg ihre Schuhe geputzt und nicht etwa Gold gesucht.









Weiter geht es nach Eglisstadir


Auf dem Weg nach Eglisstadir machen wir noch den letzten Abstecher für heute. Wir machen einen Umweg zum Dettifoss. Auf dem Weg zum Wasserfall laufen wir zum Glück durch Schnee, so dass unsere Schuhe langsam wieder von selbst sauber werden. Der Vorteil, wenn man also in diese Richtung fährt 😊

Der Dettifoss ist der grösste Wasserfall im Norosten von Island und bedeutet «stürzender Wasserfall». Der Dettifoss war auch sehr eindrücklich für uns beide, aber ein bisschen weniger faszinierend als der Godafoss; dass das Wetter nicht so gut war, spielt hier aber sicher auch eine Rolle. Trotzdem lohnt sich ein Besuch beim Wasserfall. In der Nähe befindet sich noch der Selfoss, diesen haben wir aber nicht mehr besucht. Wir machten uns auf den Weg weiter zum nächsten Übernachtungsort in der Nähe von Eglisstadir. Die Strasse zum Dettifoss war mit Schnee überdeckt und die Fahrt dauerte etwas länger als angegeben.



Nach einigen Kilometer haben wir Eglisstadir erreicht. Gemäss den Angaben von Lonley Planet lohnt es sich nicht diese Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen. So machten wir uns auf die Suche nach dem Ort Mjoannes. Wir haben uns vorgängig informiert wo wir abbiegen müssen. Dennoch haben wir uns wieder verfahren. Zum Glück dieses Mal nicht wirklich weit. Nachdem wir die richtige Strasse gefunden haben, mussten wir nicht mehr weit fahren. Der Hof war zum Glück gross angeschrieben. Wir mussten doch lachen, weil wir dachten der Ort heisst Mjoannes, dabei ist es der Hof der diesen Namen trägt.

Unsere Unterkunft im Osten von Island liegt direkt am See Lagarfljot. Ein langgestreckter See in welchem, einer Legende nach, der Lagarfljotwurm, ein Seeungeheuer hausen soll. Dieses haben wir leider nicht gesehen.

In der Unterkunft wurden wir bereits von Elsa und Magnus erwartet und freundlich begrüsst. Wir haben unser Zimmer, das recht klein aber wiederum gemütlich und sehr sauber war, bezogen. Ziemlich bald haben wir uns ans kochen gemacht, da wir nach diesem aufregenden Tag doch langsam Hunger hatten. Müde, aber zufrieden und glücklich sind wir dann in einen tiefen Schlaf gefallen.









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