Wenn aus dem Frühlingszelten ein Winterzelten wird


 
Die Berge haben wieder einmal nach mir gerufen. Laut und deutlich. So habe ich kurz nach dem Islandurlaub ein zelten in den Bergen geplant. So bekomme ich an einem Wochenende gleich die richtige und volle Portion an Bergluft. Ich wollte gerne noch ein schönes Sternenhimmelfoto machen. So stand schnell fest, dass ich in der Nähe vom Seebergsee mein Zelt aufschlagen möchte. Meine Mama äusserten den Wunsch auch mitzukommen. Gerne wollte ich ihr diesen Wunsch auch erfüllen. Nur war ich im Voraus sehr skeptisch,  da Mama kein Winterschlafsack besitzt und es in der Nacht doch noch kalt werden könnte. Trotz meiner Bedenken hat sie beschlossen mitzukommen und zwei ältere Schlafsäcke zusammen zu benutzen. Ich war schon fast sicher, dass wir das Zelten dann mitten in der Nacht abbrechen müssen.


Das Schicksal wollte es anders


Mein Ziel war es dieses Mal zum See hoch zu laufen statt das Auto zu nehmen. Bereits beim Aufstehen verspürte ich Kopfschmerzen und eine leichte Übelkeit. Aber ich ignorierte diese Beschwerden, da ich mich auf dieses Wochenende gefreut habe. Mit dem Auto ging es dann Richtung Oey- Diemtigtal. Dort fanden wir schnell einen Parkplatz. Wir schulterten unsere Rucksäcke und zu dritt liefen wir dem Wanderweg Richtung Seebergsee. Wir liefen ca. 30 Minuten und meine Kopfschmerzen und die Übelkeit wurden immer schlimmer. Ich hatte inzwischen auch sehr wackelige Knie. Bald siegte dann doch die Vernunft . Wir beschlossen jedoch unser Vorhaben nicht ganz abzubrechen, sondern mit dem Auto zum See zu fahren.

Wir fuhren mit dem Auto also Richtung Seebergsee. Doch eine Übernachtung in der Nähe des Sees (unmittelbar beim See ist ein Campingverbot) sollte an diesem Wochenende einfach nicht sein. Wir kamen nämlich nicht weit und mussten dann wegen der schneebedeckten Strassen umkehren. Trotz Allrad war die Strasse für uns nicht weiter befahrbar. Was nun? Abbrechen und nach Hause fahren? Das wollten wir beide aber nicht.


Planänderung


Ich habe dann vorgeschlagen auf Heilligenschwendi zu fahren und auf der Blume zu übernachten. Bei unserer Wanderung im Dezember(link) haben wir ja einen schönen Aussichtspunkt gesehen. So fuhren wir mit dem Auto auf die Heilligenschwendi. Meine Kopfschmerzen haben sich in der Zwischenzeit glücklicherweise verabschiedet. Wir machten uns also erneuert auf den Weg und liefen auf die Blume. Als wir an unserem Übernachtungsplatz angekommen sind, haben wir zuerst den Zeltplatz vorbereitet. Danach haben wir uns einen verspäteten Mittagssnack gegönnt.

 

Wir sassen noch einige Zeit auf den Bänkli und haben die Aussicht genossen. Schliesslich haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen und die Schlafsäcke vorbereitet.
 

Was gibt es besseres als in den Bergen zu sein?

Genau besser wird es, wenn man in den Bergen kocht 😊 Wir haben uns also ein OnePot Pasta mit Hackfleisch gekocht. Bei toller Aussicht auf Thun haben wir unser Nachtessen genossen. Sogar für Shila gab es ausnahmsweise noch etwas Resten. Nach dem Essen haben wir noch einen Ausflug zum Aussichtsturm gemacht. Schliesslich es zurück zum Schlafplatz. Wir sassen noch eine Weile auf den Bänkli und haben die Mäuse beobachtet. Als es dunkel war, haben wir uns dann in unsere Schlafsäcke eingemummelt. Für Mama habe ich zuvor noch Wasser für die Camelback-Bettflasche gekocht. Nach mehrmaligen versichern, dass sie nicht kalt habe, konnte ich dann doch auch ein bisschen Schlafen.




 

Eingeschneit

Am Morgen sind wir dann beide recht früh wach geworden. Mama meinte dann, dass es in der Nacht wohl geschneit habe. Tatsächlich sind wir im Mai noch eingeschneit worden. Der Seebergsee wäre doch deutlich höher gewesen; es war wohl wirklich gut, dass wir diese Tour abgeändert haben.

Das Aufstehen und Zusammenräumen gestaltete sich dann als ziemlich mühsam. Mir war erneuert sehr übel und unsere Hände sind uns fast eingefroren. So gut wie möglich haben wir alles zusammengepackt und uns auf den Weg zum Auto gemacht. Zum Glück wurde uns währendem laufen schnell wieder warm. Unterwegs trafen wir noch Waldarbeiter, die uns doch ziemlich fragend angesehen haben.

Mama hat unser Schneeabenteuer gut gefallen und ich freue mich, dass ich ihr auch noch Wünsche erfüllen kann.

Wir fuhren nach Hause und haben da noch das Frühstück genossen. Für mich gab es dann noch ein warmes Bad.






 

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