Dienstag, 28. Februar 2017

Mettlenalp- Napf- Stächelegg- Mettlenalp

Eine Wanderung im Schneegestöber

Vielleicht kennt ihr das: Sonntagmorgen man liegt noch gemütlich im Bett. Nach einer Magen-Darm Grippe und bei üblem Wetter nimmt man sich vor einen gemütlichen und faulen Sonntag zu machen, bis plötzlich ein Whatsapp kommt . Ich hatte mit Carlos besprochen, dass ich gerne einmal auf den Napf möchte. Durch ein Missverständnis dachte er, dass ich an diesem Sonntag gehen möchte. Naja ich musste ja sowieso mit Shila raus. Der innere Schweinehund wurde also überwunden.



Wir starten auf der Mettlenalp, wo der Weg ziemlich steil hoch zum Napf geht. Unterwegs schneite es ununterbrochen und der Ausblick bleibt uns somit leider auch verwehrt. Der Weg führt uns hauptsächlich durch den verschneiten Wald. 






Shila war voller Tatendrang und richtig energiegeladen. Sie war wirklich voll in ihrem Element und man merkte ihr ihre 8 Jahre nicht mehr an. Nach knapp einer Stunde sind wir auf dem Napf angekommen. Wir waren beide überzeugt, dass die Aussicht bei gutem Wetter wohl bombastisch wäre. Davon sahen wir an diesem Tag leider nichts. Nach einer kurzen Pause im Restaurant, mache wir uns via Stächelegg wieder auf den Rückweg. Auf dem Stächelegg wurden Käse und Wurst verkauft, dies liess sich Carlos natürlich nicht entgehen.



Unterwegs waren die Wegweiser so verschneit, dass Carlos seine neu errungene Kletterfähigkeiten unter Beweis stellen konnte. Der Rückweg war deutlich weniger steil. Zum Glück, denn es war teilweise schon sehr Glatt. Wir haben uns unterwegs über das Thema Ehrgeiz und Vernunft unterhalte. Darüber werde ich später aber noch einen eigenen Beitrag schreiben. 









Obwohl uns die Sonne an diesem Tag nicht begleitet hat, war es eine schöne Wanderung. Den Schweinehund zu überwinden hat sich wieder einmal gelohnt. Ich werde aber sicher nochmals eine Tour bei schönem Wetter auf den Napf unternehmen.


Freitag, 24. Februar 2017

Verzicht auf Zeit

Aktion Time:out

Geplant habe ich eigentlich einen Blogbeitrag,über meine Handyfreie-Zeit in den Bergen. Da am 1. März die Fastenzeit beginnt, werde ich diesen Bericht aber auch noch allgemein über das Fasten halten.
Ich habe bereits vor einigen Jahren bei der Aktion Time:out vom blauen Kreuz mitgemacht. Bei dieser Aktion geht es darum, dass man eine bestimmte Zeit auf unliebsam gewordene Gewohnheiten verzichtet. Mehr Infos dazu findet ihr auf der Webseite http://www.timeoutschweiz.ch/de/time_out

Die Aktion dauert 6 Wochen. Man kann den Zeitraum aber frei wählen. Es ist auch möglich für eine Woche auf etwas zu verzichten. 
Auf etwas zu verzichten das für mich wichtig, aber nicht gesund ist, ist eine spannende Herausforderung. Aber wer mich kennt, weiss, dass ich einen grossen Ehrgeiz habe und dass ich gerne neue Aufgabe annehme. 
Ich bin selber immer wieder überrascht, wie schnell sich unerwünschte Verhaltensweisen bei mir einschleichen. Eine gute Freundin hat mir einmal gesagt, dass sie alles aus ihrem Leben verbannt wenn sie merkt, dassie davon abhängig wird. Ich denke es tut uns allen gut unsere Gewohnheit einmal zu überdenken. Welche Handlungsweisen in unserem Alltag sind für uns gesund? Auf welche können wir getrost verzichten? Was tut mir gut und was schädigt mir eher? 

Loslassen

Loslassen ist für mich selber immer wieder ein Thema. Dies bedeutet auch meine Muster, welche für mich heute nicht mehr passend sind, loszulassen. Auch das Loslassen von Menschen, die mir nicht gut tun, ist für mich immerzu ein Thema. Meine Muster haben mir mal in irgendeiner Weise gedient. Aber ich ersetze meine Muster durch solche die im Heute für mich passen.
Sich selber einmal zu reflektieren und neu zu überdenken schadet sicher niemandem. Bis sich neue Gewohnheiten gefestigt haben dauert es ungefähr 30 Tage. Eigentlich gar nicht so lange. Auf etwas zu verzichten was uns beeinträchtigt,kann zudem sehr befreiend sein. 

Warum auf etwas verzichten, wenn man mit sich zufrieden ist?

Ich wurde gefragtweshalb man auf etwas verzichten sollte, wenn man doch mit sich und seinem Leben zufrieden ist. Für mich ist es einfach wichtig, mir wieder einmal bewusst zu werden,wovon ich in meinem Leben abhängig bin. Will ich mich von Lebensmittel oder gewissen Verhaltensweisen abhängig machen? Eigentlich nicht. Ich bin gerne so unabhängig wie möglich.

Mein Verzicht vom 5. März bis 15. April 

Ich werde in der Fastenzeit auf mein geliebtes Cola Zero verzichten. Definitiv etwas, was für mich nicht einfach sein wird. Mein Konsum vom Cola Zero läuft aber definitiv in die falsche Richtung. Mir fällt es nämlich schwer darauf zu verzichten. Auch hier stellt sich mir die Frage: Will ich das?
Zusätzlich werde ich in diesem Zeitraum ebenfalls jeden Tag für mindestens 2h Offline sein. Dies bedeutet, dass ich in dieser Zeit mein Handy im Flugmodus habe oder ganz ausmache und auch Laptop wird auch Tabu sein in diesen zwei Stunden.

Handyfreie Bergzeit

In den Bergen ist es schon oft vorgekommen, dass ich Offline war. In Zukunft möchte ich hier das Wort "oft" mit dem Wort "immer" ersetzen. Ich will die Zeit in den Bergen einfach bewusster geniessen. Ich bin selber erstaunt wieviel ich verpasse, weil ich einfach zu viel auf mein Handy schaue. Zudem nerve ich mich selber ab all den Wanderer, die immer das Handy am Ohr oder in den Fingern haben. 
Was mich auch immer wie mehr stört, ist wenn ich sehe wie Menschen gemeinsam in einem Restaurant sitzen und dabei aufs Handy starren. Meine Kollegen werden sich jetzt denken, dass ich gerade die richtige bin, die das schreibt. ;-) Zu Recht! Ich bin selber viel zu fest auf das kleine technische Gerät fixiert. Das erste Mal für mehr als 24h Offline war ich bei der Wanderung mit Abenteuer-Schweiz. ch Sven hat uns empfohlen unseren Alltag hinter uns zu lassen und auf das Mobiltelefon zu verzichten. Einige Sekunden war ich in diesem Moment noch unsicher. Was ist wenn Zuhause etwas ist? Was ist wenn meinem Hund etwas passiert? Dann wurde mir aber schnell klar,dass ich oben in den Bergen auch nichts an der Situation ändern könnte.

So habe ich den Rat von Sven angenommen und mein Handy in den Flugmodus geschaltet. Seither kommen bei mir immer öfters Momente, wo ich merke, dass ich diese Offline Zeit brauche. Nicht erreichbar sein zu müssen, ist für mich ein befreiendes Gefühl. Mir fällt auf wie ich meine Umwelt intensiver wahrnehme, wie ich auf Wanderungen viel mehr entdecke und auch für neues offener bin. Ich werde ruhiger und bin gelassener in dieser Zeit. Für mich ist es wirklich erschreckend, wenn ich wieder einmal bemerke,wie abhängig ich von diesem kleinen Kasten sein kann. Da hat meine Bekannte einfach Recht; sich von Suchtverhalten zu lösen ist befreiend.
Was ich auch bemerkte, je häufiger ich Offline bin,desto öfter verspüre ich das Bedürfnis danach. 
Vielleicht habt ihr auch Lust auf etwas zu verzichten? Berichtet mir doch gerne darüber in den Kommentaren. Ich würde mich sehr darüber freuen. 

Dienstag, 21. Februar 2017

Schiffenensee

Am  Sonntag habe ich mich zuerst überwinden müssen um nach draussen zu gehen. Aber bei dem schönen Wetter wäre es schade gewesen drinnen zu bleiben. So habe ich mich auf den Weg zum Schiffenensee gemacht. In Düdingen sind Shila und ich gestartet.






Der erste Teil von unserem Spaziergang führte uns entlang des Schiffenensees. Danach sind wir in Richtung der Magdalena Einsiedelei gelaufen. Hier führte der Wanderweg dann teilweise über die Strasse. Nicht meine bevorzugte Art von Wanderwegen. Die Einsiedelei war wegen Steinschlag Gefahr leider geschlossen. 



Einsidelei

Auch der Rückweg führte dann leider grösstenteils über Strassen und teilweise auch direkt neben der Autobahn entlang. Deshalb beschloss ich noch den Umweg durch den Wald zu gehen. In diesem Wald habe ich dann noch ein Tipi Zelt entdeckt. Diese Wanderung oder Spaziergang gehörte definitiv nicht zu meinen schönsten Ausflügen. Selber Schuld wenn man auf Gut Glück losläuft ohne sich vorher den Wanderweg anzuschauen. Ich habe aber so auch schon ganz tolle neue Orte gefunden; ich werde auch in Zukunft ungeplant unterwegs sein.








Freitag, 17. Februar 2017

Carinthia Booties im Test

Ich durfte die Carinthia Booties testen. Meine Erfahrungen mit den Booties findet Ihr auch auf meinem Blog auf Survival.  

Dienstag, 14. Februar 2017

Saanenmöser- Gstaad


Ich hatte mal wieder das Bedürfnis mit Shila unterwegs zu sein. Während meinem Gantrisch Winterabenteuer durfte sie bei meiner Mama sein. Für Shila wäre dieses Abenteuer nicht geeignet gewesen.
Am Samstag bin ich deshalb mit Sarah zur einer gemütlichen Wanderung aufgebrochen. Gestartet sind wir in Schönried.




Wir sind dann über den Panorama Höhenweg Richtung Gstaad gelaufen. Unterwegs sind wir zum Glück nicht wahnsinnig vielen Wanderern begegnet, so hatte Shila auch kein Stress. Kurz vor Gstaad haben wir uns in der QBar noch eine Erfrischung gegönnt. 



In Gstaad sind wir dann ( ziemlich underdressed in unserer Wanderkleidung) noch kurz durch die Gassen gelaufen. Danach ging es mit dem Zug zurück nach Saanenmöser und von da wieder zu Fuss nach Schönried. Das wir erst in Saanenmöser aus dem Zug gestiegen sind, war natürlich von uns so geplant. Wir wollten uns noch das Abendessen verdienen.

Einkaufen Unterwegs

Gstaad

Freitag, 10. Februar 2017

Lightpainting

Für einmal ein bisschen ein anderes Thema. Da es aber auch Outdoor war, berichte ich euch trotzdem gerne darüber. Am Samstag bin ich mit zwei Kollegen Richtung Uetendorf gefahren. Auf einem Feld haben wir unsere Kameraausrüstung hervorgeholt. Der Plan war einmal einige Lightpainting Fotos zu versuchen. Ich habe nicht damit gerechnet, aber gleich das erste Foto hat meine Erwartungen übertroffen. Es sind sicher nicht die perfekten Fotos, aber ich habe auch nicht die Ambitionen Fotograf zu werden. Wir haben gut 3 Stunden im Schnee verbracht und etliche Fotos geschossen. Eigentlich müsste man meinen, dass ich als Frau als erste gefroren habe, allerdings waren es aber die Männer, die kalte Füsse hatten :)





Ich habe inzwischen noch einige Tipps bekommen bezüglich den Einstellungen. Ich werde diese vielleicht schon beim nächsten Neumond umsetzen können. Da ich zur Zeit noch kein Fotobearbeitungsprogramm habe, sind alle meine Fotos unbearbeitet.






Dienstag, 7. Februar 2017

Winterabenteuer im Gantrisch Naturpark



Winterabenteuer im Gantrisch

Vor und nach meinem Winterzelten im Gantrisch wurden mir immer die zwei gleichen Fragen gestellt

1. Hast/Hattest du keine Angst alleine draussen zu übernachten?
2. Wird/ war es nicht kalt? 

Start meiner Winterwanderung


Schon länger geisterte in meinem Kopf die Idee im Winter einmal alleine draussen zu zelten umher. Am Samstag 21 Januar war es soweit. Ich habe mir für meine Tour Gantrischgebiet ausgesucht, da ich mich in dieser Gegend gut auskenne. Im Notfall wäre ich zudem relativ schnell wieder zurück bei meinem Auto gewesen. Mit fast 20 Kg auf dem Rücken ging es am Samstagvormittag in Richtung Gurnigel. In der Nacht würden die Temperaturen bei ca. -15 Grad liegen. Aber ich suche ja das Abenteuer.
Am Ausgangspunkt meiner Tour hatte ich die Wahl zwischen einer gemütlichen Wanderung entlang der Skipiste, mit dem Nachteil einer Menschenansammlung, oder einer etwas schwierigeren. So habe ich mich für die anstrengender Tour entschieden. 
Bereits nach 30 Minuten habe ich diesen Entscheid jedoch bereut. Ich war zwar fast alleine unterwegs, aber der Aufstieg war dafür extrem anstrengend. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich ziemlich geärgert, dass ich keine Schneeschuhe gemietet habe. Auf einem dünnen Pfad ging es den Berg hoch. Der Abgrund war doch sehr nah. Mit meinem Gewicht inkl. Mit meinem schweren Rucksack auf dem Rücken konnte ein falscher Schritt in dieser Situation brenzlig werden.



Das ständige einsinken im Schnee hat mir schnell meine Kräfte geraubt,auch hier wurde das zusätzliche Gewicht auf meinem Rücken deutlich spürbar. Ich hatte mir zum Ziel genommen zwischen 14:00 und 15:00 an meinem Übernachtungsplatz zu sein. Den Platz den ich mir für mein Zelt ausgesucht hatte, kannte ich bereits von einer früheren Tour. 

immer wieder bin ich tief in den Schnee eingesunken

Ich konnte mir für den Aufstieg somit genügend Zeit nehmen und war in einem für mich passenden Tempo unterwegs. Nach einer Stunde kam ich an eine Stelle, die mir Herzrasen verursacht hat. Aufgrund der Spuren im Schnee war klar, dass an dieser Stelle bereits jemand ausgerutscht war. Zum Schluss habe ich diese Stelle sicherheitshalber auf allen vieren hinter mich gebracht. Kriechend habe ich mich langsam fortbewegt. Zum Glück stand an dieser Stelle noch eine kleine Tanne an der ich mich zusätzlich festhalten konnte. Von aussen sah diese Situation wohl ziemlich amüsant aus.
Endlich hatte ich die Anhöhe erreicht und habe kurz die Aussicht genossen. Ich habe mich an dieser Stelle gefragt wie sinnvoll es ist mein vorgesehener Übernachtungsplatz zu erreichen. Dieser war doch noch ein gutes Stück entfernt. Da ich aber sehr ehrgeizig bin, war ich noch nicht bereit meine Pläne zu ändern.

Im Schneckentempo ging es also weiter. Inzwischen sank ich bei jedem Schritt tief in den Schnee ein. Nach wenig hundert Meter musste ich desshalb meine Vernunft über mein Ehrgeiz stellen. Ich war total erschöpft und wusste, dass ich es niemals schaffen würde zu einer vernünftigen Zeit mein Ziel zu erreichen.
So bin ich wieder ein Stück zurückgelaufen weil ich eine geeignete Stelle im Wald gesehen habe. 



Ich habe mein Kocher ausgepackt und mir zuerst ein warmes verspätetes Mittagessen gegönnt. Da meine Wanderschuhe und Socken nass waren, kamen die Carinthia Boothies bereits beim Einrichten meines Übernachtungsplatzes zum Einsatz. Zuerst war es ein komisches Gefühl in den Boothies durch den Schnee zu stapfen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Booties tatsächlich schneefest sind. Nach dem Aufstellen meines Hilleberg Zelts habe ich dann doch leicht gefroren. So habe ich beschlossen mich in mein Schlafsack zu kuscheln und etwas zu lesen. Damit meine Socken wieder trocknen konnten, habe ich mir noch zwei Bettflaschen gemacht und meine Socken über die Flaschen gestülpt. Barfuss bin ich dann in mein Winterschlafsack gestiegen.
Bald habe ich bemerkt, dass ich meine Füsse kaum mehr spüre. Ziemlich erschrocken habe ich festgestellt, dass ich blaue Zehen hatte. Schnell habe ich mich dann wieder die Carinthia Booties angezogen. Mit den Booties bin ich dann zu meinem Aussichtspunkt gestapft um den Sonnenuntergang zu sehen. Schnell wurden meine Füsse dank den Booties und der Bewegung wieder schön warm. Was mich sehr erstaunt hat ist, dass ich bin mit den Booties nie ausgerutscht bin. Den ausführlichen Testbericht zu den Booties findet ihr in meinem Review Artikel.
Sonnenuntergang
 



Nach dem Abendessen habe ich nochmals eine Runde gelesen. Als es dunkel war, habe ich mich nochmals auf den Weg gemacht um den Sternenhimmel zu geniessen. Ich habe so noch gut eine Stunde unter dem beeindruckenden, wolkenlosen Sternenhimmel verbracht. Was mich in dieser Zeit überwältigt hat war die absolute Ruhe die herrschte. Ich habe selten eine solche tiefe Stille erlebt.
Sternenhimmel, kein perfektes Fotos da darf ich noch etwas üben


 




Während der ganzen Zeit hatte ich nie Angst weil ich alleine unterwegs war. Im Gegenteil ich habe mich sehr sicher und behütet gefühlt. Die Gegend in der Nacht zu erleben war für mich ein absolut überwältigendes Gefühl. Ich hatte ein Pfefferspray dabei, aber ich hatte nie das Bedürfnisse diesen in meiner Nähe zu tragen.
Vor dem schlafen habe ich mir nochmals 2 neue Bettflaschen aus meinen Camelback Trinkflaschen gemacht und damit ich auch angewärmt in den Schlafsack steige, habe ich noch einige Hampelmänner gemacht. 
In der Nacht hatte ich einigermassen warm. Ein bisschen kälter als bei meinen vorderen Winterbiwaks war’s mir jedoch. Das Aufstehen am nächsten Morgen war dann ziemlich unmotiviert. Das Hilleberger Niak ist eigentlich kein Winterzelt, was man auch daran bemerkt hat das mein Zelt innen am Morgen gefroren war. Das Aufstehen und in die gefrorene Wanderschuhe zu steigen war für mich zu diesem Zeitpunkt der Horror. Ich habe mich kurz gefragt weshalb ich mir dies angetan habe. Mein Zelt abbrechen und alles einzupacken hat mir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich Freude bereitet. So habe ich beschlossen ohne Frühstück zurückzulaufen. 

Durch das Schneestapfen habe ich aber sehr schnell wieder warm bekommen. Auf dem Rückweg sind mir dann einige Schneeschuhwanderer begegnet. Ich habe sie so sehr um ihre Schneeschuhe benieden. Alle Wanderer haben mich angesprochen, wo ich den übernachtet hätte. Die meisten waren erstaunt, dass ich tatsächlich im Zelt und nicht in einer Hütte übernachtet hatte. Die Reaktionen waren aber alle gleich. Alle waren sehr interessiert an meinen Erlebnissen und haben mich für meinen Mut gelobt.
Frost im Zelt


An einem schönen sonnigen Platz habe ich dann noch ein warmes Frühstück gegönnt. Auf einer Bank sitzend habe ich die Aussicht genossen. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt unfassbar zufrieden und glücklich. Ich habe eine vollkommene Ruhe in mir gespürt. Die Zeit in den Bergen hat mir wieder einmal masslos viel gegeben. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln und werde einiges mitnehmen.
Ich werde mir überlegen wie ich in Zukunft verhindern kann, dass meine Wanderschuhe am Morgen gefroren sind. Zudem würde ich das nächste Mal am Morgen zuerst eine Runde durch den Schnee gehen oder mich sonst aufwärmen, bevor ich meine sieben Sachen zusammenpacke. Das Abbrechen des Zeltes ist mit halb gefrorenen Fingern doch etwas umständlicher. Doch auch wenn der Morgen ziemlich hart für mich war wird diese Erfahrung mich nicht daran hindern, weitere Abenteuer in kalten Winternächten zu erleben.
Sonnenaufgang















Frühstück an der Sonne